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Ernährung

Vom süßen Leben – Zuckeralternativen bei Diabetes

Zuckeralternativen bei Diabetes

Hin und wieder ein Stück Torte oder ein zartschmelzendes Dessert – es ist nichts dagegen einzuwenden, auch mal zu etwas Süßem zu greifen. Doch wie heißt es so schön? „Die Menge macht’s!“ Besonders gefährlich sind dabei die verstecken Zucker, die in vielen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind. Denn die werden oft gar nicht bewusst konsumiert. Wer selber kocht, kann Zucker viel leichter weglassen oder ersetzen, etwa durch den Einsatz von Zuckerersatz- und Süßstoffen. Denn auf das süße Etwas muss man auch bei bewusster Ernährung nicht verzichten.

Ohne Glukose geht es nicht

Glukose ist der Treibstoff für unseren Körper, ohne ihn sind wir nicht funktionsfähig. Aber: Man muss Zucker dafür nicht in Reinform zu sich nehmen. Es sei denn, eine Hypoglykämie macht die Aufnahme von schnellem Einfachzucker – bestenfalls Traubenzucker – notwendig. Darüber hinaus gilt: Mehrfachzucker, wie sie in komplexen Kohlenhydraten vorkommen, sind grundsätzlich gesünder und helfen auch beim Abnehmen oder beim Schlankbleiben. Denn sie muss der Körper erst aufspalten, entsprechend langsam steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit an und desto länger bleibt man satt.

Alternative Süße bei Diabetes

Ein Leben ohne Süßes, wäre schon trist. Eine Alternative zu herkömmlichem Einfachzucker bieten Zuckerersatz- und Süßstoffe. Sie haben keinen oder nur einen geringen Nährwert und praktisch keine Auswirkungen auf den Blutzucker.

Süßstoffe sind natürlich vorkommende oder synthetisch hergestellte Stoffe mit hoher Süßkraft. Natürlich gilt auch hier: Alles in Maßen. Noch ist die Studienlage hierzu zwar nicht eindeutig, aber es gibt Hinweise darauf, dass einige Süßstoffe in der Lage sein könnten, die Darmflora negativ zu verändern und dadurch die Kontrolle der glykämischen Reaktion zu erschweren, was dann doch wiederum Einfluss auf den Blutzucker haben könnte.

Die andere Alternative sind Zuckerersatzstoffe (auch Zuckeralkohole genannt). Für Menschen mit Diabetes sind sie deshalb interessant, weil sie zwar zu den Kohlenhydraten gehören, aber insulinunabhängig verstoffwechselt werden und somit nur geringe Wirkung auf den Blutzucker haben. Zudem sind sie kalorienärmer als andere Zucker und fördern keinen Karies. Sie unterliegen den gesetzlichen Vorgaben für Lebensmittelzusatzstoffe und werden wie Süßstoffe mit E-Nummern versehen. Die meistgebrauchten sind:

  • E 420: Sorbit kommt natürlich beispielsweise in Äpfeln, Birnen oder Aprikosen vor, industriell wird es aus Weizen- oder Maisstärke gewonnen und hat eine Süßkraft von etwa 60 Prozent.
  • E 967: Xylit, der sogenannte Birkenzucker, findet sich in kleinen Mengen in Obst und Gemüse. Von allen Zuckeralkoholen hat er die stärkste Süßkraft und ist fast genauso süß wie Rohrzucker. Im Mund hinterlässt er ein eher kühles Gefühl und wird deshalb häufig für Kaugummis verwendet.
  • E 965: Maltit wird aus Mais- und Weizenstärke gewonnen. Die Süßkraft liegt bei rund 80 Prozent. Im Mund fühlt es sich cremig an, optimal also für Desserts.
  • E 968: Erythrit kommt natürlicherweise in geringen Mengen in Obst, Gemüse und Käse vor, wird industriell aber durch mikrobielle Umwandlung aus Kohlenhydraten gewonnen. Süßkraft im Vergleich zu Saccharose: etwa 60 Prozent. Erythrit wird vom Körper fast vollständig ausgeschieden, nur rund zehn Prozent gelangen überhaupt in den Dickdarm. Deshalb ist es nicht nur besonders verträglich (Stichwort Blähungen und Durchfall), sondern hat auch keine Auswirkungen auf den Blutzucker und schlägt mit so gut wie keinen Kalorien zu Buche.

Zucker ist nicht gleich Zucker

Ob Saccharose, Fruktose, Glukose … Klar ist, Zucker ist einfach nicht besonders gut. Dennoch ist in Maßen nichts gegen etwas Süßes einzuwenden. Wer seine Ernährung ändern und den Zuckerkonsum reduzieren möchte, der findet verschiedene Zuckerersatzstoffe und zuckerfreie süße Leckereien auch bei DiaExpert.

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Hin und wieder ein Stück Torte oder ein zartschmelzendes Dessert – es ist nichts dagegen einzuwenden, auch mal zu etwas Süßem zu greifen. Doch wie heißt es so schön? „Die Menge macht’s!“