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CGM- und AID-Systeme

Vom DIY- zum mylife Loop

Vom DIY- zum mylife Loop

Wenig Aufwand, gute Balance, stabile Therapieziele: Zwei Do-It-Yourself-Looper 1 testen den mylife Loop und ziehen ein überaus positives Fazit.

Vier Monate lang hatten Daniel Leufker und Susanne Thiemann den mylife Loop getestet, als die feelfree sich mit Ihnen zum Gespräch traf. Beide waren zuvor Do- It-Yourself-(DIY-)Looper, beide waren zunächst skeptisch. Daniel, an eine schlauchlose Insulinpumpe gewöhnt, haderte vor allem mit dem Mehr an Zubehör. „Plötzlich waren da wieder Katheter und Setzhilfen, Schläuche und Nadeln – und man musste nach dem Duschen daran denken, die Pumpe wieder anzukoppeln.“ Tatsächlich habe er das einmal morgens in der Eile vergessen. Susanne hielt das relativ kleine Insulinreservoir der mylife YpsoPump für problematisch. „Ich habe einen recht hohen Insulinbedarf und stellte mich darauf ein, dass der häufige Wechsel störend werden würde.“

Erst Skepsis, dann Begeisterung

Inzwischen sind beide begeistert. „Einerseits“, sagt Daniel, „ist da natürlich die Freiheit, die ein schlauchloses System mit sich bringt, andererseits habe ich jetzt die Freiheit, dass ich mich eigentlich um nichts weiter kümmern muss. Es ist wirklich simpel: Die App funktioniert gut, ich kann alles über das Smartphone steuern, mir die Auswertung meiner Daten ansehen, ohne großen Aufwand, und mein HbA1c ist sehr stabil. Das spricht wirklich für das System, denn beim DIY-Loop, den ich seit drei Jahren nutze, hat es eine lange Zeit gedauert, bis ich so gut eingestellt war.“
Susannes Bedenken bezüglich des Reservoir- Wechsels haben sich in Luft aufgelöst, „weil das so einfach ist, dass ich das ganz nebenbei in einer halben Minute hinbekomme. Die vorgefüllten Patronen sind hierfür unglaublich hilfreich und praktisch. Außerdem“, sagt die Münsterländerin, „kann ich meine Therapieziele gut erreichen!“ Tatsächlich habe sich ihr HbA1c von 7,4 auf 6,7 verbessert. „Und das mit viel weniger Aufwand. Meine diabetologische Praxis war mehr als zufrieden.“ Apropos diabetologische Praxis: Mit einem zugelassenen System wie dem mylife Loop könne sie dort jetzt auch wieder regulär medizinisch betreut werden. Ein Aspekt, den auch Daniel als Vorteil betrachtet. „Zudem“, so der 32 Jährige, „hat man natürlich auch wieder den technischen Support des Herstellers an der Seite.“

„Das System machen lassen“

Bevor der mylife Loop das übernehmen konnte, was Susanne und Daniel schätzen gelernt hatten, galt es, ein paar Daten einzugeben und abzuwarten. Abzuwarten und das System machen zu lassen. Zu den Parametern, die eingegeben werden müssen, zählen unter anderem die durchschnittliche Tagesinsulindosis der letzten fünf Tage, das Körpergewicht und das Kohlenhydrat- zu-Insulin-Verhältnis. „Es wird einem in der Schulung ja ausdrücklich geraten, in den ersten Wochen die Finger vom Algorithmus zu lassen und nicht einzugreifen“, sagt Susanne und räumt ein: „Ich musste mich ganz schön zusammenreißen.“

Auch Daniel fiel der Start mit dem mylife Loop zunächst nicht ganz so leicht. „Beim DIY-Loop weiß man ganz genau, an welcher Stelle man nachjustieren muss, wenn etwas nicht rund läuft. Beim mylife Loop aber durfte gar nicht eingegriffen werden.“ Die ersten drei Tage sei das System bei ihm erstaunlich gut gelaufen, um dann eine Woche lang ein ziemliches Chaos zu verursachen. Eine weitere Woche habe es gedauert, bis es sich wieder eingependelt hatte, und seitdem läuft es durchgehend stabil.

Gute Balance dank Ease-offund Boost-Funktion

Daniel Leufker hat gerade einen stressigen Umzug hinter sich und renoviert neben seinem Job im DiaExpert Fachgeschäft seine neue Wohnung. „Ich bin erstaunt, wie gut sich mithilfe der Ease-off-Funktion alles ausgleichen lässt. Ganz gleich, ob ich schwere Umzugskartons geschleppt habe oder ständig mit leichteren Möbelstücken hin und her gelaufen bin, das System hat sich der jeweiligen Intensität gut angepasst.“ Susanne freut sich darüber, dass sie morgens immer gut rauskommt und die Werte im Zielbereich sind. „Selbst wenn ich abends mal später Essen gehe und eher eiweißreiche Mahlzeiten zu mir nehme, kommt der Algorithmus erstaunlich gut damit klar.“

Auch den Boost-Modus habe sie bereits eingesetzt, weil eine zusätzliche Medikation eine etwas höhere Insulinzufuhr erforderlich gemacht hatte. „Das hat sehr gut funktioniert, ich habe mir bereits die mylife YpsoPump regulär verordnen lassen, abseits meiner Testmöglichkeit.“ Das ganze Handling, die App, über die man alles steuern, bedienen und sehen könne, habe sie überzeugt. Aber auch die mylife YpsoPump selbst: „Auf dem großen Display kann ich immer alles gut erkennen, die Pumpe ist klein, leicht und hat keine störenden Ecken und Kanten. Ich trage sie immer im BH und merke sieüberhaupt nicht.“
Daniel stimmt Susanne grundsätzlich zu und tendiert ebenfalls dazu, vom DIY- auf den mylife Loop umzusteigen. Natürlich sei es nicht dasselbe wie ein DIY-Loop, denn Mahlzeiten und Sport müssten manuell eingegeben werden. „Wenn ich aber daran denke, wie viele Anwendungen vorher auf meinem Smartphone liefen – der Loop, das CGM, die Clarity App und Nightscout im Hintergrund, damit ich überhaupt überblicken konnte, was das System gemacht hat –, dann ist das jetzt mit dem mylife Loop doch sehr entspannt.“ Im Vergleich zum DIY-Loop sei der mylife Loop etwas zurückhaltender mit einer Korrektur, was im Endeffekt dazu führe, dass man seltener im Unterzucker lande. „Alles in allem eine wirklich gute Balance.“

mylife YpsoPump und mylife CamAPS FX

Durch Verbindung der mylife YpsoPump mit mylife CamAPS FX ist eine automatisierte Insulinabgabe und Pumpensteuerung über das Smartphone mit mylife Loop möglich. Wer das aktuelle mylife Dose-fähige mylife YpsoPump System nutzt, hat die Möglichkeit, es mit der mobilen Android-Applikation mylife CamAPS FX und dem Dexcom G6 zu verbinden. So lassen sich Insulinabgabe und Boli auf Basis eines Algorithmus direkt über das Smartphone steuern.

Mehr Informationen

Bei Fragen und Interesse an der mylife YpsoPump Insulinpumpe lassen Sie sich beraten. Wir unterstützen Sie und Ihren Diabetologen gerne bei der Genehmigung durch Ihre Krankenkasse.

 


Vom DIY- zum mylife Loop

Daniel Leufker, 32 Jahre, Typ-1-Diabetes seit 28 Jahren, hat vor vier Jahren seinen Diabetes zum Beruf gemacht und ist seit Kurzem im DiaExpert Fachgeschäft in Osnabrück (www.diaexpert.de/osnabrueck) anzutreffen.

Susanne Thiemann, 60 Jahre, Typ-1- Diabetes seit 22 Jahren, schreibt in ihrem Blog Diagranny (diagranny.com) und bei Instagram (@diagranny) über den Alltag mit Diabetes.

 


1) Do-It-Yourself-Looper bezeichnet Anwendende, die sich ein Closed-Loop-System selbst und in Eigenverantwortung aus verfügbaren Komponenten zusammengestellt haben.

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