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Lea: Wirbelwind mit Diabetes

Interview mit Lea, 10 Jahre, und ihrer MutterLea: Wirbelwind mit Diabetes

Lea, unser kleiner Wirbelwind, trägt die schlauchlose Insulin-Patch-Pumpe mylife OmniPod. Sie geht in die 5. Klasse eines Gymnasiums und liebt Musik. Vor allem das Singen hat es ihr angetan. Lea spielt Klavier, hat Gesangsunterricht und will später in einer Band singen.

Mit Lea und ihrer Mutter Martina haben wir über das Thema Schule und Lehrer gesprochen.


DiaExpert:
Lea, seit wann hast du Diabetes und wie sieht deine Therapie aus?

Lea: Diabetes habe ich seit dem 12. August 2006, da war ich ein Jahr alt. Der Tag ist wie mein zweiter Geburtstag.

Martina: Wir machen da immer etwas Besonderes.

Lea: Seit 2009 habe ich eine Insulinpumpe, seit einem Jahr die mylife OmniPod.

 
DiaExpert:Was machst Du für den Diabetes schon selbst, wo helfen deine Eltern noch?

Lea: Eigentlich mache ich fast alles selbst. Pod füllen und bedienen, Bolus abgeben, Blutzucker messen. Essen berechnen macht Mama. Bei leichten Sachen, die ich auch weiß, mache ich das selbst. Zum Beispiel mittags in der Schule, wenn ich Nudeln esse.

 
DiaExpert: Martina, Lea ist jetzt in der 5. Klasse. Wie lief das bisher in der Schule mit dem Diabetes?

Martina: In der Grundschule war es ein Traum. Die Lehrerinnen und der Direktor haben keine Mühe gescheut. Sie haben sogar die Essenszeiten geändert, damit es für Lea passt. Ihre Lehrerin hat nachts im Landschulheim ihren Blutzucker gemessen. Ich habe Lea auf einen Zettel geschrieben, wieviel BE ihr Vesper hatte und wie sie mit der Pumpe wann korrigieren muss. Wenn der Blutzucker hoch war, haben die Lehrer mit Lea gemeinsam angerufen.

 
DiaExpert: Hat sich das auf dem Gymnasium geändert?

Martina: Auf dem Gymnasium ist das jetzt leider etwas anders. Da ist nicht mehr dieses enge Verhältnis. Das geht wahrscheinlich auch gar nicht, bei so vielen Kindern. Lea managt das jetzt alles allein. Sie hat zwei Termine in der Schule, zu denen sie misst und die Werte den Lehrern zeigt. Die würden mich anrufen, wenn es notwendig wäre.

 
DiaExpert: Mussten Sie bei Ausflügen oder Klassenfahrten mit dabei sein?

Martina: Nein, bisher nicht. Ich denke es ist wichtig, dass die Kinder lernen, es allein zu schaffen, und die Lehrerinnen in der Grundschule haben das sehr unterstützt. Auf der neuen Schule ist das etwas anders. Lea ist kürzlich zur Stufensprecherin gewählt worden und sollte mit zu einem Wochenende der Schülervertretung, mit zwei Übernachtungen. Das war nicht so einfach, wir haben die Verantwortung schriftlich übernehmen müssen. Letztendlich ist Lea dann doch alleine gefahren und hat nachts selbst gemessen, nachdem sie von der Lehrerin geweckt wurde. Hat gut geklappt.

 
DiaExpert
: Lea, was machst Du beim Schulsport? Hier musst du ja besonders auf Unterzuckerungen aufpassen.

Lea: Ich messe vorher und in der Trinkpause. Dann nehme ich auch mal einen Traubenzucker. Und dann messe ich noch mal nach dem Sport.

 
DiaExpert: Deine Mitschüler wissen, dass du Diabetes hast?

Lea: Für mich spielt das eine große Rolle ....

Martina: Früher war Lea das egal, da hat sie jeder gekannt und gewusst, dass sie eine Insulinpumpe hat, die schon mal piept. Jetzt, auf der neuen Schule, ist ihr das eher unangenehm. Sie meint, sie hat das Gefühl, dass alle hinschauen. Ich denke das hat auch mit der Pubertät zu tun.

 
DiaExpert: Lea, hat dich schon mal jemand auf die Insulinpumpe angesprochen? Der PDM sieht ja bei mylife OmniPod eher aus wie ein Smartphone.

Lea: Ja, mich haben schon öfter Leute angesprochen, zum Beispiel vor kurzem im Europapark, und gefragt: „Was ist das denn für ein neues Handy?“ Die letzte Insulinpumpe haben sie für einen MP3 Player gehalten.