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Diabetes & Urlaub

1. August 2019

Diabetes & Urlaub – Achtung, Entspannung!

Diabetes & Urlaub – Achtung, Entspannung!

Oftmals wird uns Menschen mit Diabetes ja regelrecht Stress vor dem Urlaub gemacht. Hast du an dies und das gedacht, Insulin, Pens, Spritzen als Ersatz, Batterien, Teststreifen, alle Ladegeräte und Adapter dafür? Hast du deine Urlaubspumpe beantragt und das Medical Certificate für den Flughafen vom Arzt unterschreiben lassen? Und vor allem: Schon eine handgepäcktaugliche Tasche gefunden, in der du das alles unterbringst?

Natürlich, Urlaub mit Diabetes bedeutet Planung und davon nicht zu wenig. Je nach Reiseziel ist es eben nicht so einfach, unterwegs an eventuell vergessene Utensilien zu kommen und einige schöne Stunden bis Tage des wohlverdienten Urlaubs würde es ja auch noch in Anspruch nehmen. Ein bisschen selbstgemachter Stress vorher ist also auch absolut legitim.

Im Urlaub selbst mache ich dann aber auf einmal meist die gegenteilige Erfahrung: Es läuft. Wie am Schnürchen und manchmal schon fast wie allein.

Essen genießen

Keine Ahnung, wie viele Kohlenhydrate in diesem fremden Essen stecken? Egal, rein damit in den Mund und rein mit dem Insulin. Dosis: Auf gut Glück. Und wenn ich dann nachmittags am Pool döse, wundere ich mich über die Stille – denn den Alarm meines CGMs habe ich heute noch kein einziges Mal gehört.

Tief in mir drin finde ich das fast immer schon ein bisschen unfair: Daheim gebe ich mir große Mühe, wiege mein Essen ab, tracke die Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße per App und berechne mein Insulin. Und trotzdem geht es oft rauf und runter und rauf und runter – und was gestern noch ganz prima geklappt hat, kann heute schon daneben gehen.

Der oftmals stressige Alltag mit Arbeit und Terminen hat also einen enormen Einfluss auf meine Blutzuckerwerte. Auf eure auch? Stellt sich dann nach ein paar freien Tagen im Urlaub die Entspannung ein, läuft es oftmals wie von ganz allein. Obwohl ich mein Essen dort nicht abwiegen kann, es oft nicht mal kenne – und obwohl auch das Bewegungspensum jeden Tag anders ist.

Ich nehme das gern als gegeben hin und sehe das Ganze auch als einen kleinen „Urlaub vom Diabetes“ – den es in diesem Sinne ja natürlich nicht gibt, aber es ist schön, wenn die Dinge auch mal funktionieren, ohne dass man sich 24/7 Gedanken macht. Natürlich bleibt der ein oder andere hohe Wert oder auch mal eine Unterzuckerung nicht aus – aber hey, das ist doch ein Grund, mehr landestypische Hypohelfer auszuprobieren, richtig?

Eure 

 Ramona

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