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Gruselige Blutzuckerphasen

1. Oktober 2018

 Blutzuckerwerte - so gruselig wie HalloweenIch liebe den Herbst, absolut, und der Oktober ist mein Lieblingsmonat von allen. Die Luft wird kälter, klarer, das Laub färbt sich und – Kürbisse! Überall Kürbisse! Ob als Suppe oder Beilage, ich könnte sie täglich essen. Klar also, dass ich mich schnellstens auf den Weg in den lokalen Supermarkt gemacht habe, um mich einzudecken.

Wart ihr schon mal hungrig einkaufen? Schlimm, oder? Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, vergesse ich regelmäßig, dass auch Dinge wie das Schleppen schwerer Einkaufstüten durchaus körperliche Betätigung sind und eine Absenkung der Insulindosis keine schlechte Idee wäre. Ihr ahnt schon, wohin die Reise geht.

Gruselige BlutzuckerphasenIch kam also total ausgehungert, um einige Euros leichter, aber dafür um viele volle Einkaufstüten schwerer nach Hause. Man, hatte ich einen Hunger. Aber noch schnell die Tüten ausräumen, Ordnung muss sein. Das Handy, auf dem ich die CGM-Alarme empfange, lag in der Tasche in einem anderen Raum und piepte munter vor sich hin – was ich natürlich nicht hörte. Als ich schließlich endlich mit zittrigen Händen auf die Idee kam, doch mal meinen Blutzucker zu testen, lächelte mich eine 56 mg/dL auf dem Display an.

Nun haben wir ja gelernt, dass 12g schnell wirkende und 12g langsam wirkende Kohlenhydrate bei einer Unterzuckerung der Idealfall wären. Weiß man doch, nach fast 20 Jahren Diabetes. Kein Grund, komplett auszurasten. Oder?

Sagt das mal einem unterzuckerten Diabetiker, der gerade vom Einkaufen kommt.

Was folgte, war also die komplette Eskalation: Dieser unglaubliche Hunger brachte mich dazu, innerhalb weniger Minuten bestimmt mehr als 10 BE auf einmal zu vernichten. Nichts war vor mir sicher: In der einen Hand noch den Schokoriegel und in der anderen schon das gekochte Ei, auf das man gerade irgendwie ziemlich Lust hat, obwohl es nicht mal Kohlenhydrate enthält. Dass ich mich für den Rest des Tages mit Werten jenseits von Gut und Böse herum schlug, muss ich nicht extra erwähnen, oder?

Es kennt bestimmt jeder Diabetiker diese Fressanfälle, bei denen man am Ende keine Ahnung mehr hat, was man eigentlich gerade alles in sich hineingestopft hat – geschweige denn, wieviel BE das hatte oder was man dafür spritzen müsste. Und ja, eigentlich wissen wir es besser: Wie wir eigentlich bei einer Unterzuckerung handeln müssten, um uns nicht für den Rest des Tages jenseits der 300 mg/dL zu katapultieren.

Was ich euch sagen möchte, ist: Es ist normal, dass so etwas ab und zu passiert. Auch nach vielen, vielen Jahren oder gar Jahrzehnten mit Diabetes. Auch, wenn man es eigentlich besser weiß. Wir sind alle menschlich, wir machen alle Fehler – und wenn der Fehler eben darin besteht, während einer Unterzuckerung ausnahmsweise mal 10 statt 2 BE zu essen, dann passiert das eben. Lasst es nur nicht zur Gewohnheit werden. Abwarten, korrigieren, Krone richten und weiter machen!

 

Ramona

Unsere DiaBloggerin Ramona

Unsere DiaBloggerin Ramona

Ich bin Ramona, Jahrgang 1991, lebe in Nürnberg und blogge seit 2016 auf www.tattoostravelstypeone.de über das Leben als eine von 300.000 Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 in Deutschland. Mein Fokus liegt hierbei auf dem Alltag mit Diabetes und meinen Therapieformen, dem Reisen und der Körperkunst. Meine Dauerbegleiter hierbei sind meine mylife YpsoPump und mein Dexcom rtCGM.

Nachdem meine Eltern in meiner Kindheit sämtlichen Diabetikerbedarf in der Apotheke geholt haben, habe ich erst im Erwachsenenalter von Diabetesversandhändlern wie DiaExpert erfahren – und bin dabei geblieben! Die persönliche Beratung vor Ort und die Verfügbarkeit aller notwendigen Materialen machen für mich den größten Mehrwert aus.

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